"Gewalt-wozu?"

Das Projekt "Gewalt-wozu?" wendet sich an Grundschulen und startet im Schuljahr 2018/19. Ausgearbeitet wurde es von Dagmar Bethke, die seit 1987 als Polizeibeamtin im Allgäu tätig ist. Es basiert auf dem klassischen Coolness Training, über 30 Jahren Diensterfahrung im Bereich der Strafverfolgung, des Opferschutzes und der Kriminalprävention, dem täglichen Umgang mit Tätern und Opfern, sowie einer Vielzahl von Fortbildungen in den Bereichen Bindung, Trauma, Gehirnforschung, Bedrohungsmanagement, gewaltfreier Kommunikation nach M.B. Rosenberg und einer Ausbildung als Anti-Gewalt-Trainerin.

 

"Gewalt-wozu?" umfasst eine Zeitspanne von vier Jahren. Es beruht auf der Einführung klarer Regeln und transparenter Konsequenzen, die für alle Schüler nachvollziehbar erklärt werden.

Das Projekt beinhaltet eine zehnstündige Lehrerfortbildung, einen Elterninformationsabend, pro Klasse zwei Vormittage Sozialkompetenztraining mit Einführung der Verhaltensregeln, das Ausarbeiten der gemeinsamen Werte und Deeskalationsübungen.

Während der Übungen ist es dem Trainer möglich, das Verhalten der Kinder zu beobachten, zu thematisieren und Handlungsalternativen in Konfliktsituationen mit den Schülern zu trainieren.

Das Training beruht auf dem Konzept des "Guten Grundes", bei Fehlverhalten wird nicht die Person an sich, sondern ihr Verhalten konfrontiert.

 

Dadurch, dass nach der Lehrerfortbildung alle Lehrer an "einem Strick ziehen" und alle Schüler eine grundlegende und ausgiebige Einführung in die neue Schulregeln erhalten haben, kann konsequent die Einhaltung der Regeln eingefordert werden. Die Schule ist ein sicherer Ort. 

 

Unser erstes Pilotprojekt haben wir in der Grundschule Haldenwang bereits erfolgreich absolviert. Schüler, Lehrer und Eltern waren begeistert von unserer Arbeit.